Ab 16 Jahren

Auf Deutsch, Englisch und Romanes inspiriert von Bertolt Brechts „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“

Empfohlen für Klasse 10

Bei diesem Stück wird Stroboskoplicht verwendet. Dieses kann bei Personen mit fotosensibler Epilepsie Anfälle hervorrufen.

Rom*nja Power erzählt die Geschichte von Rita Prigmore und ihrer Zwillingschwester Rolanda, an denen die Nazis in den 1940er Jahren medizinische Experimente zur Entwicklung von sogenannten „Herrenmenschen“ gemacht haben. Gleichzeitig handelt es sich um die Suchbewegung nach einer utopischen, feministischen Stadt. Eine Abrechnung mit der Vergangenheit, aber auch ein Blick in eine bessere Zukunft.  

Das Rom*nja Power Theater 
Mit seiner Gründung 2017 konzentriert sich das junge Artlabel Rom*nja Power Theaterkollektiv auf das Sichtbarmachen von Rom*nja und Sinti*zzi Schauspieler*innen, Produktionen und Themen in der Film- und Theaterlandschaft. Der Austausch innerhalb der Community — generationsübergreifend und intersektional — steht im Fokus der Arbeit: Rom*nja und Sintizza Schauspielprofis geben ihr Wissen an jüngere Generationen weiter. 

Autor*innen Hanna Al-Taher, Simonida Selimovič, Rom*nja Power Theaterkollektiv
Danke an Rita Prigmore für das Teilen ihrer Geschichte und für ihre Offenheit, daraus ein Tanztheaterstück zu machen.
Choreografie Safet Mistele, Aurora Magri
Regie Rea Kurmann, Simonida Selimovič, Sandra Selimovič
Musik Tayo Awosusi-Onutor & Dejan Jovanović
Bühnenbild Alina Amman 
Kostümbild Zita Moldovan
Visuals Amin Banitaba​
Künstlerische Leitung Joschla Weiss
Produktionsleitung Selen Eriçok
Filmproduktion livemediapro
Regie-Assistenz Selena Goedeke Tort
Choreografie-Assistenz Chiara Leonardi
Hospitanz Antonia Welch-Guerra


Fürs GRIPS: Dramaturgie Ute Volknant
Theaterpädagogik Oana Cîrpanu

Mit Simonida Selimovič, Estera Stan, Joseph Rain, Roxie Thiele-Dogan, Yelyselev Valerio, Joschla Weiss

Wir stellen die Inszenierung demnächst auch als Stream zur Verfügung. Link folgt.

Eine Produktion des Rom*nja Power Theaters (Kelipen e.V) in Kooperation mit Romani Phen e.V. und dem GRIPS Theater

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa - Spartenoffene Förderung, den Fonds Soziokultur und die Freudenbergstiftung

Ort GRIPS Podewil

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Eindrücke

Pressestimmen

rbb 24, 10.11.21, Ute Büsing

Selbstermächtigungstheater gegen generationsübergreifende Traumata [...] Hinter diversen heruntergelassenen Vorhängen flüstert es im Chor: "Nieder mit dem Kulturkannibalismus! Wir selbst sind …
Selbstermächtigungstheater gegen generationsübergreifende Traumata [...] Hinter diversen heruntergelassenen Vorhängen flüstert es im Chor: "Nieder mit dem Kulturkannibalismus! Wir selbst sind der Schutz!" Damit ist der Bogen gespannt für eine gute Stunde Selbstermächtigungs-Theater eines sechsköpfigen Rom*nja-und Sinti*zzi-Ensembles mit viel Ausdruckstanz, Akkordeonbegleitung und ein paar Multi-Media-Einsprengseln. [...] Im Vordergrund stehen die Zwillingsschwestern Leila und Carmen, die von Nazi-Ärzten mit Experimenten zur "Rassenreinhaltung" malträtiert wurden. Die Mutter hatte die Alternative: Konzentrationslager Auschwitz oder Medizinversuch. Eigentlich sollten Sinti- und Roma-Frauen gar nicht schwanger werden, sondern sich sterilisieren lassen. Nur eines der beiden Mädchen überlebt die medizinischen Experimente. [...] Wie Sinti und Roma verfolgt und ermordet wurden, wird in "Rom*nja City" in harten Fakten ausgedrückt. Immer wieder geht es um die oktroyierte "Wahlfreiheit" zwischen Sterilisation und Auschwitz. Erinnert wird an die 500.000 weitgehend vergessenen während des Nationalsozialismus ermordeten Sinti. [...] Im Grips Podewil steht in der Regie von Rea Kurmann sowie Simonida und Sandra Selimovic ein echtes Kollektiv mit vielen Hinterfrauen und Hintermännern auf der Bühne, das spürt das Publikum. Gesprochen wird Deutsch, Englisch und Romani. Die transgenerationale Übertragung von Traumata wird sensibel umkreist, der Clash mit der weißen Mehrheitsgesellschaft umso heftiger inszeniert.
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