Theaterstück von Lutz Hübner
Regie: Jessica Weisskirchen
GRIPS Podewil am Alex
Mit dem Stück „Das Herz eines Boxers“ begann vor 30 Jahren die Karriere von Lutz Hübner zu einem der meistgespielten deutschsprachigen Dramatiker der Gegenwart.
Jetzt kommt das Stück neu befragt auf die GRIPS-Bühne. Und thematisiert bis an die Schmerzgrenze eines der aktuellsten Themen der Zeit.
Im Pflegeheims trifft Jojo (17) auf Leo, einst Boxer, schroff, allein. Jojo dagegen redet, provoziert, hält die Welt auf Abstand – und ist doch ebenso isoliert. Zwischen ihnen entsteht eine Begegnung, die sich langsam tastet, reibt, widerspricht. Und genau darin ihre Kraft entfaltet.
Das Stück erzählt von den vielen Gesichtern der Einsamkeit. Von der offensichtlichen Einsamkeit eines alten Mannes. Und von der weniger sichtbaren, oft übersehenen Einsamkeit eines Jugendlichen, der – trotz digitaler Dauervernetzung – keinen Ort findet, an dem er wirklich gesehen wird. Es ist eine Einsamkeit, die aus dem Gefühl entsteht, nicht wahrgenommen zu werden. Nicht gemeint zu sein.
Gerade vor dem Hintergrund einer Generation, die sich zunehmend als einsam beschreibt, trifft das Stück einen wunden Punkt der Gegenwart. Es zeigt, wie Einsamkeit entsteht – und was ihr entgegenwirken kann: echte Begegnung. Verlässlichkeit. Das Risiko, sich zu öffnen.
Mit dieser Produktion setzt die neue GRIPS-Leitung fort, was mit der Premiere bei der Produktion LAURA WAR HIER begann: Neue künstlerische Teams mit starken Regiesprachen befragen bewährte GRIPS-Stücke neu. Nach Ekat Cordes kommt nun erstmals Regisseurin Jessica Weisskirchen ans Haus.
--------------------
Möchten Sie über die Premiere berichten? Oder wünschen Sie sich für Ihre Vorberichterstattung Interviewpartner*innen und/oder einen Probenbesuch?
Ihre Ansprechpartnerin:
Anja Kraus (Presse | Öffentlichkeitsarbeit | SocialMedia)
anja.kraus@grips-theater.de
0151 59 10 15 45
Für ausführliche Presse-Infos und honorarfreie Promofotos (©David Baltzer_bildbuehne.de): bitte ganz nach unten scrollen!