GRIPS Theater_ Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück_René Schubert, Helena Charlotte Sigal, Matthias Bernhold © David-Baltzer-www.bildbuehne
GRIPS Theater_ Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück_René Schubert, Helena Charlotte Sigal, Matthias Bernhold © David-Baltzer-www.bildbuehne
  • Für Menschen ab 9
Dauer 1 h 30 min
(keine Pause)
  • Premiere: 12.03.2021

Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück

von Zoran Drvenkar
  • Kai ist 11 Jahre alt und besucht seinen geliebten Opa. Der ist mit 100 zwar fit, wird in letzter Zeit nur irgendwie vergesslicher. Seine Erinnerungen an früher aber, die sind lebendig. Vor allem die Kriegsjahre hat er bildhaft vor Augen. Kai ist jedes Mal begeistert von Opas Heldentaten und kennt die Geschichten besser als Opa selbst. Um seinen Opa vor dem Vergessen zu retten, reist Kai mit ihm durch seine Vergangenheit. Dabei treffen sie auf skurrile Figuren, wie den strengen General oder sehen sich mutig an der Front den feindlichen Linien gegenüber. So erlebt es zumindest Kai, der zunächst mit großer Abenteuerlust Opas Taten nachspielt. Doch bald wird deutlich, dass dessen Erlebnisse weniger heldenhaft waren, als er sie Kai bisher erzählte. Beide müssen lernen, dass das eigene Gedächtnis nicht immer so funktioniert, wie man es sich wünscht und eine Reise in die Vergangenheit auch in der Gegenwart neue Wendungen nehmen kann.

    Mit großer Liebe für seine Hauptfiguren entwirft Zoran Drvenkar eine Geschichte über den Krieg, die eindrücklich dessen Schrecken und Sinnlosigkeit offenbart. Darüber hinaus erzählt er von der Wirkung nachlassender Erinnerungen und entfacht einen so berührenden wie wichtigen Dialog der älteren Generation mit den Kindern von heute.
  • Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück

  • Besetzung

    Musiker, ein Mann Matthias Bernhold
    Bühne und Kostüme Jan A. Schroeder
    Dramaturgie Tobias Diekmann
    Theaterpädagogik Wiebke Hagemeier | Joanna Mandalian
    Komposition & Sounddesign Matthias Bernhold
  • Unterstützt von

  • Präsentiert von

  • Pressestimmen

    • Berliner Zeitung, Ulrich Seidler, 12.03.2021

      Ein kluges Stück von Zoran Drvenkar über Legenden, Erinnerungen und den Dialog zwischen Generationen. Das Grips zeigt erst einmal die abgefilmte Produktion.

    • rbb Inforadio, Ute Büsing, 13.03.2021

      Ein intensives, anrührendes Kammerspiel.

    • Der Tagesspiegel, Patrick Wildermann, 14.03.2021

      Wie erzählt sich ein Leben? In „Kai zieht in den Krieg ...“ sitzen sich ein Großvater und sein Enkel gegenüber. Das Stück vom Grips Theater läuft Online. [...] René Schubert als Opa, Helena Charlotte Sigal in der Enkelrolle und Matthias Bernhold als Soundmacher und Schattenmann treffen perfekt den zwischen Lakonie, Melancholie und Härte schillernden Drvenkar-Ton (vom Berliner Erfolgsautor waren am Grips ja schon „Cengiz und Locke“ sowie „Magdeburg hieß früher Madagaskar“ zu sehen). [...] Regisseur Neumann schlägt ohne großen Aufwand, mit wenigen klug gesetzten Projektionen einen klaren Weg durch den Text ein, der immer wieder mit Zeitsprüngen die Chronologie zerschießt und bewusst in universeller Schwebe lässt, von welchem Krieg hier eigentlich die Rede ist.

    • Frankfurter Allgemeine Zeitung, Irene Bazinger, 15.03.2021

      Feinfühlig zeigt René Schubert die altersbedingte Erschöpfung und merkliche Verwundbarkeit und wie sich die Lebensmüdigkeit in dem Senior ausbreitet, weshalb er nicht mehr zurückdenken, aber zugleich nichts Neues planen will. [...] Für den von Helena Charlotte Sigal keck-kämpferisch verkörperten Kai ist das schwer zu begreifen, zumal er zu erkennen beginnt, wie sehr der Großvater seinen Werdegang aufgehübscht, ja gefälscht hat. [...] Durch die Intensität ihres theatralischen Abstechers in Opas Jugend fällt freilich kaum auf, dass die eineinhalbstündige Produktion unter Corona-Bedingungen und also auf Abstand geprobt wurde. [...] Kai und Opa überwinden gemeinsam Raum und Jahre und die Fallstricke der Erinnerung – zumindest ansatzweise. [...] Dabei helfen Videoprojektionen, die als Scherenschnitte einstige Kriegskameraden oder einen grimmigen General zitieren, dem der Musiker Matthias Bernhold das eiseskalte Befehlstimbre leiht. Außerdem hat er ein beklemmendes, sinistres Sounddesign geschaffen. [...] Robert Neumanns gekonnt verdichtete Inszenierung mit sparsamen, effektvoll gesetzten Akzenten.

    • Berliner Morgenpost, Ulrike Borowczyk , 15.03.21

      So heißt das großartige Stück von Zoran Drvenkar. [...] Nun kommt das Stück in einer filmischen Übersetzung von Katharina Tress ins Wohnzimmer. Ein fesselndes Theatererlebnis. Es ist hinreißend, dem zehnjährigen Kai (Helena Charlotte Sigal) und seinen Opa auf ihrer fantastischen Zeitreise zuzusehen. [...] Ein spannendes Generationen-Stück und ein wunderbares Plädoyer für eine friedliche Welt.

  • Materialien

    • Materialheft [PDF-Datei - 1.8 MB]
      Zu vielen Stücken des Spielplans bieten wir zusätzlich zum klassischen Programmheft ausführliches Begleitmaterial an, um den Theaterbesuch vorzubereiten beziehungsweise zu vertiefen.
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