Jennifer Breitrück, Robert Neumann © David Baltzer | www.bildbuehne.de
Jennifer Breitrück, Robert Neumann © David Baltzer | www.bildbuehne.de
  • Für Menschen ab 15
Dauer 1 h 30 min
(keine Pause)

So lonely

nach dem schwedischen Roman von Per Nilsson
Dramatisierung von Michael Müller
  • Es ist Samstagabend; ein 16-jähriger Junge sitzt allein vor einer Reihe von Erinnerungsstücken, neben ihm ein schweigendes Telefon. Station für Station lässt der Junge die Geschichte seiner unglücklichen Liebe zu einem Mädchen Revue passieren, der rothaarigen Ann-Kathrin. In der Nachschau überprüft er seine Gefühle: War alles nur ein Missverständnis? Eins nach dem anderen zerstört er all die Symbole, die ihn mit ihr verbinden: eine Busfahrkarte, ein Buch, ein Bettlaken... zuletzt wäre sein Leben an der Reihe, aber ein Klingeln des Telefons könnte ihn retten. Das Theaterstück erzählt eine Geschichte voll seliger Erfahrungen und schmerzhafter Missverständnisse, eine Geschichte, so grundsätzlich und glücklich, so schmerzhaft und prägend, wie nur die Geschichte einer ersten Liebe sein kann.
  • Besetzung

    Bühne und Kostüme Jan A. Schroeder
  • Auszeichnungen

    IKARUS
    Ausgezeichnet mit dem IKARUS 2011 für die herausragende Berliner Theaterinszenierung für Jugendliche.

    Aus der Jurybegründung:
    Mit großem Verständnis für die Ängste und Sehnsüchte Jugendlicher wird hier Theater betrieben, das zu jeder Zeit seine Figuren ernst und in Schutz nimmt und doch die nötige Leichtigkeit im Spiel nie vermissen lässt.
    … mehr
  • Pressestimmen

    • Märkische Allgemeine, 19.11.2011

      Wer das Grips darstellerisch und erzählerisch auf der Höhe erleben will, wende sich an „So lonely“, diese Liebeserkundung für Heranwachsende, zu Musik von Leonard Cohen und Pink Floyd. Es ist Theater der kleinen Mittel mit größter Glücksausschüttung.

    • tip, Andreas Hahn, 26.05.2011

      Mit Jennifer Breitrück als das erfahrene Mädchen und Robert Neumann als der kummervoll verliebte Junge sind zwei tolle junge Schauspieler zu sehen, die selbst notgedrungen peinliche Manifestationen larmoyanter Adoleszenz völlig unpeinlich umspielen.

    • RBB Kulturradio, Ulrike Jährling, 17.05.2011

      Mit viel Humor hat Franziska Steiof inszeniert, wie es sich anfühlen kann, wenn Liebe ins Spiel kommt, da wo vorher Coolness ihren Platz hatte. Jetzt werden keine Sprüche mehr geklopft, jetzt wird gestammelt. Robert Neumann spielt ihn sehr überzeugend, den verunsicherten Kerl, der von Fettnapf zu Fettnapf tapst. Bis eben schlief er noch mit den Händen über der Bettdecke, bekennt er dem Publikum, inzwischen aber hat Ann-Kathrin die Hauptrolle in seinem Kopfkino inne. Und so unbefangen, kokett und sexy wie Jennifer Breitrück die Rolle des rothaarigen Mädchens im Katzen-T-Shirt füllt, hat jeder im Publikum Verständnis dafür. Es geht nicht nur um das holprige erste Mal. Es geht um das gleiche große, schmerzende Ganze, wie schon damals bei Goethe. Aber am GRIPS ist der junge Werther mit viel Selbstironie im Jahr 2011 angekommen und dieses Mal macht der Ausgang der Geschichte Mut. Der Applaus an diesem Abend ist üppig.

    • Berliner Morgenpost, skin, 16.05.2011

      Michael Müller hat aus dem gleichnamigen schwedischen Jugendbuch von Per Nilsson eine 90-minütige Bühnenfassung mit pointierten Dialogen kondensiert. Regisseurin Steiof erzählt die Geschichte der zart erblühenden und mit dem Auftreten eines Nebenbuhlers scheiternden Liebe in Rückblenden. Der Junge, der keinen Namen trägt, verarbeitet seinen Frust, indem er dem Publikum sein Drehbuch der Beziehung präsentiert. Jennifer Breitrück spielt Ann-Katrin als keckes Mädchen. Robert Neumanns Junge braucht eine Weile, bis er sich traut, seine Gefühle in Worte zu fassen. Regisseurin Steiof weicht dabei allen drohenden Rührselig- und Peinlichkeitsfallen geschickt aus.

    • Berliner Zeitung, Christian Rakow, 16.05.2011

      Besser kann die Ära Volker Ludwig am Grips nicht zu Ende gehen, als mit diesem intelligenten, berührenden, schauspielerisch so leichten Jugendstück. Und besser noch, hier kündigt sich zugleich die künftige Intendanz höchst vielversprechend an. Denn die Regisseurin dieses Abends, Franziska Steiof, hat nicht nur für den scheidenden Gripsgründer Ludwig mit Stücken wie „Rosa“ oder „Nelly Goodbye“ Erfolge eingefahren. Sie ist auch eine feste Größe im Team des kommenden Grips-Intendanten Stefan Fischer-Fels.

    • Der Tagesspiegel, Patrick Wildermann, 16.05.2011

      Der Fokus liegt ganz auf den Schauspielern, und die machen ihre Sache großartig. Robert Neumann spielt den namenlosen Jungen, er lässt die Verunsicherung des Heranwachsenden zwischen Himmelsstürmerei und Bruchlandung in allen Facetten leuchten, er ist briefeschreibender Schwärmer, Hanswurst beim Kondomkauf, ungeschickter Komplimentemacher und aufrichtig Verliebter. Alles ganz lebensnah. Gut getroffen. Ebenso überzeugend: Jennifer Breitrück als Ann-Kathrin. Ein Mädchen mit Vorsprung an Erfahrung und Selbstbewusstsein, mit Witz und Schlagfertigkeit, der nicht die Rolle der Bösen in diesem Stück zufällt, nur die der Freundin auf eigener Orientierungssuche.

  • Materialien

    • So lonely [PDF-Datei - 4.5 MB]
      Zu vielen Stücken des Spielplans bieten wir zusätzlich zum klassischen Programmheft ausführliches Begleitmaterial an, um den Theaterbesuch vorzubereiten beziehungsweise zu vertiefen.
  • Aufführungsrechte

    Verlag für Kindertheater Weitendorf GmbH
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