Alessa Kordeck, Nina Reithmeier, Roland Wolf © David Baltzer | www.bildbuehne.de
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  • Für Erwachsene
Dauer 1 h 20 min
(keine Pause)
  • Premiere: 04.02.2012

Frau Müller muss weg

Komödie über einen Elternabend
von Lutz Hübner | Mitarbeit Sarah Nemitz
  • Warum hat die Klassenlehrerin Frau Müller nicht bedacht, dass just am Tag vor der Mathearbeit das Meerschweinchen verstarb, das Kind lange einen üblen Husten hatte und ständig gemobbt wurde? Das muss man doch merken als Pädagogin.

    Fünf entschlossene Mütter und Väter sitzen auf Kinderstühlchen zwischen Kastanienmännchen, Laubgirlanden und Kuschelecken, bereit, dem Feind ins Auge zu sehen. Sachlichkeit und Objektivität spielen keine Rolle, es geht schließlich um alles: um das eigene Kind.

    Der Autor Lutz Hübner betrachtet mit großer Komik das Desaster eines Elternabends und stellt den verunsicherten Eltern eine offene, selbstbewusste und liebenswerte Lehrerin gegenüber.

    „Bei Kindern hört der Spaß auf. Da zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht. Da werden keine Gefangenen gemacht und keine Konzessionen.” Lutz Hübner


  • Termine

    Okt Sa, 01.10.2016, 19.30 Uhr  
    Mo, 03.10.2016, 19.30 Uhr  
    Dez Do, 15.12.2016, 19.30 Uhr  
    Fr, 16.12.2016, 19.30 Uhr  
    Jan Fr, 06.01.2017, 19.30 Uhr  
    Sa, 07.01.2017, 19.30 Uhr  
  • Besetzung

    Jessica Höfel Katja Hiller
    Marina Jeskow Nina Reithmeier
    Katja Grabowski Esther Agricola
    Wolf Heider René Schubert
    Frau Müller Regine Seidler
    Patrick Jeskow Roland Wolf
    Bühne und Kostüme Thurid Peine
  • Auszeichnungen

    Nominiert für den Friedrich-Luft-Preis
    Monica Bleibtreu Preis
    Publikumspreis der »Woche Junger Schauspieler«
  • Pressestimmen

    • Berliner Morgenpost, Georg Kasch, 07.02.2012

      Der Coup, nach zehn Jahren Theaterabstinenz den Filmregisseur Söhnke Wortmann um die Regie zu bitten, geht auf. Wie in »Der bewegte Mann« lässt er die Figuren am Rand der Karikatur balancieren, um sie rechtzeitig mit Menschlichkeit zu federn. Und wie in »Das Wunder von Bern« verwandelt sich das auf einer u-förmigen Tribüne um die Spielfläche sitzende Publikum zum höchst lebendigen Co-Akteur, der jeden verbalen Treffer bejubelt wie ein Tor.

    • BZ, Sebastian Naumann, 06.02.2012

      Sönke Wortmann gelang eine herrlich komische Inszenierung, bei der wirklich alle Darsteller glänzen. Von Katja Hiller als überzeugend ätzende Business-Frau bis hin zu Alessa Kordeck als Bio-Übermutter: Zielsicher und saukomisch parodiert das Stück die Marotten übermotivierter Wohlstandseltern.

    • Der Tagesspiegel, Patrick Wildermann, 06.02.2012

      Wer je einen Elternabend besucht hat, wird vom Schauder des Wiedererkennens ergriffen. Aber das ist keine Bedingung, um seine Freude an diesem göttlichen Gemetzel im Klassenzimmer zu haben.

    • Neues Deutschland, Anouk Meyer, 06.02.2012

      Tolle Darsteller, bös-witzige Dialoge voller Spitzfindigkeiten, gut beobachtete Typen und eine grandiose Schlusspointe: Dieser Elternabend macht wahrlich Freude.

    • zitty, Friedhelm Teicke, Ausgabe 5/2012

      Wortmann kann auf großartige Schauspieler bauen, die ihre Elternfiguren mit hohem Wiedererkennungspotenzial punktgenau darstellen. [...] Schule als Kampfplatz - auch im Erwachsenenspielplan bleibt das Grips dicht an der Realität dieser Leistungsgesellschaft.

    • berli-press.de

      Das Premierenpublikum ist begeistert! Ein unterhaltsames Theaterstück und eine grandiose Besetzung. Alle Schauspieler verkörpern ihre Rolle perfekt! Ob Eltern oder Lehrer im Publikum, jeder fühlt sich an eigene grausame Elternabende erinnert.

    • Märkische Oderzeitung

      Das toll besetzte Ensemble schafft die Gratwanderung zwischen komödiantisch-klischeehafter Darstellung und ernst zu nehmendem Wohlwollen. Zu laut oder schrill wird es bei aller Komik nie. Ganz klar: Das GRIPS Theater hat wieder einen Hit gelandet.

    • nachtkritik.de

      Eine vorzügliche Wahl ist Wortmann freilich deswegen, weil er als Regisseur die Kunst beherrscht, kenntliche Typen zu inszenieren, die gerade noch keine Karikaturen sind. Und weil er ansonsten vollkommen auf die Kraft der Vorlage vertraut.

    • RBB TV Stilbruch

      »Frau Müller muss weg« ist eine wunderbare, nur allzu wahre Farce über den Klassen-Kampf, den Eltern an Schulen austragen - köstlich inszeniert von einem der Besten am Regiepult.

  • Aufführungsrechte

    Hartmann & Stauffacher Verlag