Jens Mondalski, Frederic Phung © David Baltzer | www.bildbuehne.de
Jens Mondalski, Frederic Phung © David Baltzer | www.bildbuehne.de
  • Für Menschen ab 6
Dauer 1 h 15 min
(keine Pause)
  • Uraufführung: 21.03.2018

Magdeburg hieß früher Madagaskar

von Zoran Drvenkar
  • Frankie und Lars sind beste Freunde. Als Lars nicht in der Schule erscheint, steht Frankie vor seiner Haustür und will wissen, was los ist. Doch dessen Mama wimmelt ihn so seltsam ab, dass er kurzerhand durchs Fenster ins Kinderzimmer einsteigt. Dort trifft er auf Lars, der ein blaues Auge hat. Seiner Mutter sei im Affekt »die Hand ausgerutscht«, sagt Lars. Natürlich weiß Frankie sofort, was zu tun ist und zieht mit Sack und Pack bei Lars ein. In solchen Momenten muss man seinem besten Freund zur Seite stehen. Und wenn es schlimm bleibt, wandern sie halt aus. Nach Madagaskar zum Beispiel. Die Probleme in Lars‘ Familie verschwinden davon aber nicht. Also müssen die Eltern unter den strengen Augen von Frankie ihre Differenzen beilegen. Der ist sich sicher, dass das mit dem blauen Auge Lars‘ Mutter leid tut und ihre Entschuldigung auch ehrlich gemeint ist. Manchmal reicht das bei so einer riesengroßen Ungerechtigkeit aber einfach nicht aus.

    Im Zentrum von Zoran Drvenkars Geschichte steht die Freundschaft zweier Jungs, die einander mit viel Humor die Zuversicht geben, dass sich schlimme Dinge zum Guten wenden können, wenn man sie anpackt.

    Aufführungsrechte: Verlag für Kindertheater Weitendorf GmbH, Hamburg

  • Termine

    Nov Di, 06.11.2018, 10.00 Uhr  
    Mi, 07.11.2018, 10.00 Uhr  
    Do, 08.11.2018, 10.00 Uhr  
    Fr, 09.11.2018, 10.00 Uhr  
    Di, 27.11.2018, 10.00 Uhr
    ausverkauft
     
    Mi, 28.11.2018, 10.00 Uhr
    ausverkauft
     
    Do, 29.11.2018, 10.00 Uhr
    ausverkauft
     
    Jan Di, 29.01.2019, 10.00 Uhr  
    Mi, 30.01.2019, 10.00 Uhr
    ausverkauft
     
    Do, 31.01.2019, 10.00 Uhr  
  • Magdeburg hieß früher Madagaskar

  • Besetzung

    Frankie Vindland Frederic Phung
    Lars Bachmann Jens Mondalski
    Julia Bachmann | Alte Frau Regine Seidler
    Holger Bachmann | Thomas Vindland | Punker u.v.m. René Schubert
    Musikerin | Frau im Auto | Tanja Vindland Nina Schwartz
    Bühne und Kostüme Jan A. Schroeder
    Sounddesign und Musik Nina Schwartz
    Dramaturgie Tobias Diekmann
    Theaterpädagogik Nora Hoch
  • Gefördert durch

    Gefördert durch
  • Fachliche Beratung

    Fachliche Beratung
  • Fachliche Beratung
  • Auszeichnungen

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    Nominiert für den Ikarus 2018 … mehr
  • Pressestimmen

    • Alex offener Kanal, Redaktion DIGGA, Emma-Louise, 20.03.18

      Meiner Meinung nach, ist es ein sehr schönes Theaterstück geworden, denn es gibt mir das Gefühl nicht allein zu sein und ich kann mich damit sehr gut identifizieren. Das Stück vermittelt, dass auch Kinder für einander da sein sollten und dass es sehr wichtig ist einen Freund an seiner Seite zu haben. Die Vorführung hat mich sehr berührt und ich kann es jedem weiter empfehlen, der sich etwas über Familie und Freundschaft ansehen möchte.

    • RBB Kulturradio Frühkritik, Barbara Behrendt, 22.03.18

      BEWERTUNG: 4 von 5 Sternen!
      Gewalt gegen Kinder: Ein düsteres Thema, das hier für Kinder ab sechs Jahren mit Humor und Empathie auf die Bühne kommt. Das Grips ist berühmt dafür, die Sorgen, die Kinder umtreiben, offen anzugehen, ihnen Mut zu machen – dazu passt Drvenkars Stück ganz wunderbar.[...] Jens Mondalski und Frederic Phung spielen Lars und Frankie mit einer schönen Mischung aus Energie, Humor, Coolness und Verletzlichkeit. [...] Bei einem Thema wie diesem sowohl leise, bedrückende als auch befreite, lustige Momente zu erschaffen, ist durchaus ein Verdienst.

    • Der Tagesspiegel, Patrick Wildermann, 22.03.18

      Unter der Regie von Frank Panhans spielt Jens Mondalski Lars, den Jungen zwischen den Fronten der Eltern, der seiner Mutter sagt: „Ich habe Angst vor dir.“ Frederic Phung gibt Frankie, den treuen Kumpan, der bereit ist, bis zum Äußersten mitzugehen. [...] Panhans inszeniert diese Aufbruchsversuche im schlanken Bühnenbild von Jan A. Schroeder, das aus klappbaren Holzwänden mit Tür- und Fensteröffnung besteht. Die können je nach Bedarf zum Haus zusammengeschoben, oder zur Front aufgefächert werden, über die per Projektion gezeichnete Autos brausen. Sehr schön. [...] „Magdeburg hieß früher Madagaskar“, als Hörspielfassung mit dem Deutschen Kinderhörspiel-Preis 2015 ausgezeichnet, ist auch für ein jüngeres Publikum geeignet. Die werden vor allem über die klasse gespielte Freundschaftsgeschichte erreicht. „Immer, wenn sich einer fürchtet, muss der andere stark sein“, fasst Frankie die Botschaft des Stücks zusammen.

    • Berliner Zeitung, Christian Rakow, 22.03.18

      Gewalt ist kein leichtes Thema für ein Kinderstück ab 6 Jahren. Aber das Grips Theater weiß, wie man solch heiße Eisen anpackt, ohne sich Brandblasen zu holen. Eine wundervolle Erzählung über eine Jungenfreundschaft gewinnt der in Kroatien geborene, als Kind nach Deutschland gekommene und heute in Berlin lebende Schriftsteller Zoran Drvenkar dem schwierigen Stoff ab. [...] Vor verschiebbaren Wohnungswänden, auf denen Videokünstlerin Silke Pielsticker durch Projektionen immer wieder leichthändige Comic-Zeichnungen entstehen lässt, erlebt man Jens Mondalski als Lars mit sorgsam dosiertem Zorn und aufflackerndem Trotz. Frederic Phung gibt den ausgleichenden Kumpel Frankie mal mit lässiger Grimasse, mal mit starker Schulter. [...] Live-Stummfilmmusik am Klavier (von Nina Schwartz) unterlegt das Geschehen mit einer subtil humorvollen Note. Für eine gute Brise kompromisslosen Realismus sorgen Regine Seidler und René Schubert als latent überforderte Eltern. [...] Grips-Stammregisseur Frank Panhans hat sein Ensemble für die kleine frontale Spielstätte im Podewil in Mitte bestens eingestellt. [...] Es ist eine Grips-Inszenierung, wie man sie gern sieht: mitreißend ehrlich in der Ausbreitung ihrer Konflikte, aber getragen von Optimismus. Und vom Glauben daran, dass es immer eine helfende Hand gibt, wenn die Dinge schief liegen: „Wenn einer sich fürchtet, muss der andere stark sein“, lässt Frankie seinen Kumpel Lars wissen. Egal ob in Madagaskar, in Magdeburg oder in Berlin-Mitte.

    • Die Deutsche Bühne, Manfred Jahnke, 22.03.18

      Ein durchaus ernstes Thema. Wenn man Kindern ab sechs Jahren von häuslicher Gewalt erzählt, braucht es Strategien, um eine solche Geschichte erträglich zu machen. Entscheidend ist in diesem Stück die Ebene der Freundschaft, auf der sich zwei junge Menschen treffen. [...] So paradox oder zynisch es klingen mag, genau hier entwickelt Drvenkar mit dieser Konstellation auch eine Komik, die die Geschichte für zuschauende Kinder erträglich macht. Frank Panhans hat in seiner Uraufführungsinszenierung diese Komik noch verstärkt, indem er in vielen Szenen eine ins Surreale gehende Slapsticktechnik entwickelt, die an Buster Keaton oder Charlie Chaplin erinnert. [...]Eine spannende Inszenierung, die mit einem genauen Gespür für die Komik von Vorgängen nicht deren psychologische Tiefe unterschlägt, sondern – im Gegenteil – verstärkt. Und ohne Zeigefinger.

  • Materialien

    • Materialheft Magdeburg hieß früher Madagaskar [PDF-Datei - 3.4 MB]
      Zu vielen Stücken des Spielplans bieten wir zusätzlich zum klassischen Programmheft ausführliches Begleitmaterial an, um den Theaterbesuch vorzubereiten beziehungsweise zu vertiefen.
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