Ensemble NASSER #7Leben © David Baltzer | www.bildbuehne.de
Ensemble NASSER #7Leben © David Baltzer | www.bildbuehne.de
  • Für Menschen ab 13
Dauer 1 h 10 min
(keine Pause)
  • Uraufführung: 14.03.2017

NASSER #7Leben

 
Von Susanne Lipp nach Interviews mit Nasser El-Ahmad
  • Der Berliner Nasser El-Ahmad stammt aus einer libanesischen, streng muslimischen Familie. Als Kind und ältester Sohn ist er der Liebling der ganzen Verwandtschaft, doch mit zunehmendem Alter wird die Erziehung strenger: Musik ist haram, Fernsehen und Internet nur eingeschränkt erlaubt. Als die Konflikte mit seinem Vater immer massiver werden, sucht sich Nasser seine Freiräume verstärkt außerhalb der Familie. Im Alter von 15 Jahren entdeckt er die schwule Partyszene Berlins und outet sich auf Facebook. Als seine Eltern davon erfahren, bedeutet dies das Ende seines bisherigen Lebens.

    "NASSER #7Leben" erzählt auf Grundlage von Nassers Leben eine besondere coming of age - Geschichte über einen heranwachsenden Menschen, der viel Schlimmes erleben musste und doch nie den Mut zu einem selbstbestimmten Leben aus den Augen verlor. Sein unerschütterlicher Wille nach Freiheit und Unabhängigkeit gaben ihm die Kraft zur Rebellion und machen ihn bis heute zu einem wichtigen Aktivisten für Menschenrechte. Nasser El-Ahmad ist Vorbild für viele junge Menschen. Er ist Ende 2015 mit dem „Respektpreis" des "Bündnis gegen Homophobie" ausgezeichnet worden.


  • Termine

    Nov Mo, 13.11.2017, 19.30 Uhr  
    Di, 14.11.2017, 11.00 Uhr
    ausverkauft
     
    Mi, 15.11.2017, 11.00 Uhr  
    Do, 30.11.2017, 11.00 Uhr
    ausverkauft
     
    Dez Fr, 01.12.2017, 11.00 Uhr  
    Sa, 02.12.2017, 19.30 Uhr
    Mit anschließendem Publikumsgespräch
     
    Sa, 16.12.2017, 19.30 Uhr  
    Mo, 18.12.2017, 18.00 Uhr
    Mit anschließendem Publikumsgespräch
     
    Di, 19.12.2017, 11.00 Uhr  
    Jan Mo, 08.01.2018, 18.00 Uhr
    Mit anschließendem Publikumsgespräch
     
    Di, 09.01.2018, 11.00 Uhr  
  • NASSER #7Leben

  • Besetzung

    Nasser El-Ahmad David Brizzi
    Mutter Tahira / Onkel Kaleb / Sachbearbeiterin u.v.m. Katja Hiller
    Musikerin / Schwester Hanan / Grenzer u.v.m. Öz Kaveller
    Vater Ibrahim / Betreuer Felix Nölte / Janine u.v.m. Jens Mondalski
    Bühne und Kostüme Lea Kissing
    Musik und Sounddesign Öz Kaveller
    Dramaturgie Tobias Diekmann
    Theaterpädagogik Ellen Uhrhan | David Vogel
  • Auszeichnungen

    IKARUS-Nominierung-web_2.jpg
    NASSER #7Leben ist nominiert für den Ikarus 2017 … mehr
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    NASSER #7Leben ist nominiert für den Amadeus Antonio Preis 2017. … mehr
  • Pressestimmen

    • Tagesspiegel, Patrick Wildermann, 15.03.2017

      Empowerment und packende Unterhaltung

      Klug und konzentriert: Maria Lilith Umbach inszeniert am Grips-Theater „Nasser #7Leben“. Das Stück basiert auf dem Schicksal eines jungen, muslimischen Schwulen aus Berlin. Umbachs 70-minütige Inszenierung ist klug und konzentriert. Im Bühnenbild aus verschiebbaren, transparent bespannten Boxen (Ausstattung: Lea Kissing) wird die Geschichte einer Befreiung unsentimental performt und kommentiert. David Brizzi gibt Nasser nicht nur als Spieler, sondern auch als Regisseur seiner eigenen Biografie, der am Mikro immer wieder direkt das Publikum adressiert. Katja Hiller (als Mutter und Onkel), Jens Mondalski (unter anderem als Vater Ibrahim) sowie die Musikerin Öz Kaveller, die auch Nassers kleine Schwester gibt, steigen je nach Szene in seine Erzählung ein[...]Allerdings braucht das Stück auch keine Drastik. Die Kraft kommt hier aus dem Idealismus, der auch als Message am Schluss steht. „Deine Geschichte ist schon extrem …“, heißt es da. „Ich will kein Mitleid und keine Bewunderung“, betont der Bühnen-Nasser. „Aber jeder Mensch verdient Respekt.“ Keine Binse! Es ist gerade wieder wichtig geworden, an solche Grundregeln des Zusammenlebens zu erinnern. „Nasser #7Leben“ hilft dabei.

    • DPA, Elke Vogel, 15.03.2017

      Regisseurin Maria Lilith Umbach nutzt für ihre mitreißende Inszenierung geschickt stilistische Reduzierungen und Verfremdungen. Katja Hiller, Jens Mondalski und Öz Kaveller übernehmen jeder gleich mehrere Rollen. Wenn sie als Vater, Mutter und Schwester von Nasser auf der Bühne stehen, dann genügen als Äußerlichkeiten ein umgeschnallter Bauch, Tüllrock und Blumenkranz sowie ein Kuscheltier.

    • RBB Inforadio Frühkritik , Ute Büsing, 15.03.2017

      Das Stück will Mut machen
      Dass die Inszenierung der Islamophobie keinen Vorschub leistet, war der Drahtseilakt bei dem 70-minütigen bewusst subjektiv gehaltenen Theaterstück, das Susanne Lipp nach langen Gesprächen mit Nasser El-Ahmad geschrieben hat....Seine positive Energie hat sich in Maria Lilith Umbachs Regie auf das vierköpfige Ensemble übertragen. Aus den Rollen der Community-Freunde Nassers schlüpfen sie spielerisch in die belasteten Parts der duldsamen Mutter, des gewalttätigen Vaters und der kleinen Schwester.

    • Berliner Morgenpost, Georg Kasch, 16.03.2017

      Kämpfen, auch wenn die Situation ausweglos scheint - Das Stück „Nasser #7Leben“ feiert im Grips Uraufführung
      [...]Lipp und Umbach rahmen den Abend, indem sie ihn als Youtube-Video erzählen – unterstützende wie hasserfüllte Kommentare inklusive. Sie erzählen von Gewalt, ohne sie zu zeigen, betonen angenehm den Spielcharakter auf der Bühne. So fügt sich ein zunehmend spannender und bewegender Abend, der Mut dazu macht, für seine Freiheit und seine Ziele zu kämpfen, auch wenn die Situation ausweglos scheint.

    • Qiez, Viola Blomberg, 16.03.2017

      [...]Trotz der Tragik wirkt die Inszenierung mit vierköpfigem Ensemble dank Party-Songs, Youtube-Einspielern und Online-Kommentaren aus den sozialen Medien erfrischend unterhaltsam. Dafür ernteten die Schauspieler am Tag der Premiere jede Menge Applausund wir waren auch begeistert.

    • Neues Deutschland, Sebastian Bähr, 17.03.2017

      [...]Die Regisseurin Maria Lilith Umbach inszenierte den Text in 70 Minuten auf dramatische wie mitreißende Weise.
      Die Entscheidung, das Ensemble auf vier Personen zu beschränken, geht gleichsam auf. Katja Hiller überzeugt in den Rollen als überforderte und selbst unterdrückte Mutter, brutaler Onkel und desinteressierte Jugendamtsmitarbeiterin. Jens Mondalski mimt den autoritären Vater und gleichzeitig den ängstlichen, aber wohlmeinenden Sozialarbeiter. Öz Kaveller spielt die kleine Schwester. Ganz besonders brilliert aber David Brizzi, der einfühlsam und doch voller Stärke die Rolle von Nasser einnimmt, als sympathisch-lakonischer Erzähler seine eigene Geschichte kommentiert und zwischendurch Regieanweisungen erteilt.


  • Materialien

    • Materialien [PDF-Datei - 2.5 MB]
      Zu vielen Stücken des Spielplans bieten wir zusätzlich zum klassischen Programmheft ausführliches Begleitmaterial an, um den Theaterbesuch vorzubereiten beziehungsweise zu vertiefen.

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