Ensemble Kriegerin © David Baltzer | www.bildbuehne.de
Ensemble Kriegerin © David Baltzer | www.bildbuehne.de
  • Für Menschen ab 14
Dauer 2 h 10 min
(eine Pause)
  • Uraufführung: 11.11.2015

Kriegerin

Nach dem Film von David Wnendt | Bühnenfassung von Tina Müller
  • Jana, Olek und Meret haben neuerdings einen Ort weniger für ihre geliebten Parkourläufe, denn die leerstehende Schule neben ihrem Treffpunkt wird Unterkunft für Geflüchtete. Als sie sich wie immer an Wardas Imbiss treffen, tauchen plötzlich Neonazis auf, pöbeln und verprügeln den Schwächsten brutal. In den folgenden Tagen machen sich bei Jana und ihren Freunden Angst und Sprachlosigkeit breit. Die junge, hasserfüllte Neonazibraut Marisa ist stolz auf ihre Leute! Aber dann drängt die 14jährige Svenja in die Kameradschaft und schlimmer noch: Der junge Geflüchtete Rasul und sein Bruder Jamil leben seit kurzem in der neuen Unterkunft und tauchen ausgerechnet in 'ihrem' Supermarkt auf. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Zwischen Gewalt, dumpfen Parolen und einer menschlichen Begegnung gerät Marisas Weltbild ins Wanken.
    Während Rasul eine neue Heimat sucht, treffen Jana, Olek und Meret eine Entscheidung. – Und Marisa verlässt alte Strukturen. Doch der Weg raus kostet mehr
    als sie ahnt.
    Die mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis bedachte junge Autorin Tina Müller bearbeitet David Wnendts rasanten Kinostoff provozierend, mitreißend und doch sensibel.
    Robert Neumann inszenierte nach seinem international gefeierten Erfolg »Die besseren Wälder« zuletzt »der kreidekreis« fürs GRIPS und erhielt dafür die Nominierung für den IKARUS 2015.
  • Termine

    Jan Mi, 25.01.2017, 18.00 Uhr  
    Do, 26.01.2017, 11.00 Uhr  
    Fr, 27.01.2017, 19.30 Uhr
    Zum letzten Mal!
     
  • Besetzung

    Marisa (Nazi-Anführerin) | Niku (Geflüchtete) Esther Agricola
    Rasul (junger Geflüchteter) | Markus (Nazi-Mitläufer) | Olek (Jugendlicher) Lorris Andre Blazejewski
    Sandro (Nazi-Anführer, Marissas Freund) | Jamil (Rasuls Bruder) Davide Brizzi
    Lupo (Obdachloser) | Amidou (Geflüchteter) | Detlef (Markus' Vater) Christian Giese
    Melanie (Nazi-Mitläuferin) | Jana (Jugendliche) | Andrea (Svenjas Mutter) Katja Hiller
    Svenja (Nazi-Sympatisantin) | Meret (Jugendliche) Amelie Köder
    Oliver (Svenjas Stiefvater) | Clemens (Rechtsextremist) René Schubert
    Bea (Marisas Mutter) | Frau Kachel (Heimleiterin) | Warda (Imbißbesitzerin) Regine Seidler
    Musik | Gesang Öz Kaveller
    Bühne und Video Silke Pielsticker
    Kostüme Jan A. Schroeder
    Musik Öz Kaveller
    Stückentwicklung und Dramaturgie Kirstin Hess
    Theaterpädagogik Matin Soofipour und Ellen Uhrhan
  • Mit freundlicher Unterstützung von

    GASAG
  • Medienpartner

    Multicult
  • Partner

  • Auszeichnungen

    GILogohorizontalgreenIsoCV2.jpg
    Eingeladen zum Bibu-Festival am 20.05.2016 in Helsingborg. Gefördert vom Goethe-Institut Schweden.
    … mehr
  • Pressestimmen

    • Junge Welt, Anja Röhl, 24.11.2015

      Szenen, in denen Pogotänzer sich gegeneinander werfen, was schnell in Prügeleien ausartet, sind ungeheuer detailgenau choreographiert, greifbar wird auch die Faszination, die das auf Mädchen ausübt. Widersprüche, Risse und Kanten werden deutlich, auch in der Sprache, die das Milieu kennzeichnet. Nichts ist dramaturgisch zu knapp oder überflüssig ... Herausgekommen ist ein Stück, das selbst Sympathisanten der neofaschistischen Jugendbewegung zum Nachdenken bringen könnte. Nicht durch Appelle, sondern nur, indem der Hass auf die Bühne gebracht wird. Dieser überall verbreitete Hass.

    • Neues Deutschland, Sebastian Loschert, 21.11.2015

      Dieser Grundton könnte deprimierend wirkend, doch es gelingt, die Zuschauer von Beginn an zu fesseln: Durch kleine Wortwitze, artistische und musikalische Einlagen, Videoprojektionen und die Spannung der Handlung selbst. ... Das Stück lässt Platz für eigene Reflexion, ohne in Beliebigkeit abzurutschen. Vom größtenteils jugendlichen Publikum gab es viel Applaus.

    • Junge Bühne, online, Delia Friess, 17.11.2015

      Autorin Tina Müller und Regisseur Robert Neumann standen vor der Herausforderung, einen temporeichen Film für die Bühne zu adaptieren. Müller versucht das durch die Ergänzung einer weiteren Clique, die das Stück dynamischer wirken lässt, zu lösen. Durch die Gruppe junger Parkourläufer, die zwar unbeteiligt ist, sich aber auch nicht einmischt, wird auch die Mitläufer-Problematik in das Stück eingebunden.

    • Livekritik.de, Nicole Haarhoff, 16.11.2015

      Eine sehr, sehr sehenswerte und starke Aufführung! Das Zusammengehörigkeitsgefühl, das gegenseitige Anheizen und Parolendreschen der Rechten wird ebenso gut dargestellt wie die Angst und die Hilflosigkeit der Wegschauenden. Ein düsteres, starkes und zugleich ungemein nachdenkliches Stück. Neben der grandiosen Alessa Kordeck hat mich vor allem Maria Perlick als ziellose und beeindruckbare Svenja sehr überzeugt, die auf ihrer Suche nach Familie rehäugig direkt in die Falle stolpert.

    • Deutschlandradio Kultur - Fazit, Eva Behrendt, 11.11.2015

      Vor allem Alessa Kordecks verbissene Marisa geht im Nicht-Gespräch mit ihrer kalten, abweisenden Mutter (Regie Seidler) unter die Haut, Lorris Andre Blazejewski zeigt als Rasul einen jungen Geflüchteten, der nicht die geringsten Anstalten macht, sich wie ein Opfer zu benehmen, und René Schubert beweist als Spießer-Stiefvater und rechter Ideologe, dass die Übergänge zwischen beiden Rollen fließend sind.

  • Materialien

    • Kriegerin [PDF-Datei - 2.6 MB]
      Zu vielen Stücken des Spielplans bieten wir zusätzlich zum klassischen Programmheft ausführliches Begleitmaterial an, um den Theaterbesuch vorzubereiten beziehungsweise zu vertiefen.
      Versand auf Anfrage.