Mina Christ, Maria Perlick, Fleurie Malburg © David Baltzer | www.bildbuehne.de
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  • Für Menschen ab 11
Dauer 1 h 30 min
(keine Pause)
  • Uraufführung: 07.02.2015

der kreidekreis

von Armin Petras und Lara Kugelmann | erzählt nach einer Übertragung aus dem Alt-Chinesischen von Klabund
  • Ein ganz normaler Tag auf der Kinderstation. Normal? Nein, nicht ganz, denn der Junge Li hat heute zusammen mit den anderen Kindern auf Station ein kleines Theaterstück vorbereitet. Und die beiden Ärzte, der Pfleger und auch seine Mutter müssen mitspielen. Was sie erzählen, ist eine alte Geschichte. Doch passiert sie immer wieder neu: Zwei Frauen streiten sich um ein kleines Kind. Wem soll es gehören? Sie reißen an ihm, es schreit. Ein kluger Richter kommt und findet heraus, wer die wahre Mutter ist.

    Armin Petras hat für das GRIPS Theater sein erstes Kinderstück geschrieben. Er hat aus der alten chinesischen Kreidekreis-Fabel (die auch Brecht schon verwendet hat) ein Stück  für heute gemacht. Es handelt von einer Mutter, die ihr Kind nicht loslassen kann. Von Kindern, die in einer kalten Welt der Erwachsenen ihre eigenen Kräfte entdecken. Es handelt vom Glück des Theaterspielens - und von der heilenden Kraft des Geschichten-Erzählens.

    Zum ersten Mal in der Geschichte des GRIPS Theaters stehen Schauspieler des Ensembles mit Kindern zwischen neun und dreizehn Jahren zusammen auf der Bühne. Regie führt Robert Neumann, dem mit seiner Inszenierung von „Die besseren Wälder“ ein körperliches, lustvolles und dabei kluges – und zu Recht gefeiertes! – Schauspielertheater gelungen ist.
  • Termine

    Jun So, 19.06.2016, 18.00 Uhr  
    Mo, 20.06.2016, 11.00 Uhr
    Zum letzten Mal!
     
  • Besetzung

    sowie
    Ausstattung Georg Burger
    Musik Knut Jensen
    Choreografie Lara Kugelmann
    Dramaturgie Henrik Adler
    Schauspieltraining Kinder Anne Herrmannn
    Theaterpädagogik Laura Klatt
  • Der Hauptstadtkulturfonds
  • Pressestimmen

    • Neues Deutschland, Volker Trauth, 11.02.2015

      Ganz dem emanzipatorischen Ansatz des GRIPS Theaters verpflichtet ist der veränderte Schluss. Anders als bei Klabund bricht die Mutter dem Willen der Kinder entsprechend die Tortur des Herausziehens des Kindes aus dem Kreis ab – und damit auch das Experiment des Theaterspiels als Therapie, weil sie dessen Nutzen in Frage zu stellen beginnt.

    • die taz, Vorbericht von Luise Checchin, 06.02.2015

      Dass dieses Spiel im Spiel und die artifizielle Sprache der Lebendigkeit keinen Abbruch tun, liegt auch am inszenatorischen Einfallsreichtum. Regisseur Neumann findet poetische Entsprechungen für die verdichtete Sprache ...
      Am Ende ist es wohl wie beim ästhetisch ambitionierten Erwachsenentheater: Oft ist es schwierig zu fassen, nicht selten polarisiert es, aber sich darauf einzulassen lohnt sich.

  • Materialien

    • der kreidekreis [PDF-Datei - 1.8 MB]
      Zu vielen Stücken des Spielplans bieten wir zusätzlich zum klassischen Programmheft ausführliches Begleitmaterial an, um den Theaterbesuch vorzubereiten beziehungsweise zu vertiefen.
  • Aufführungsrechte

    Drei Masken Verlag