Ensemble © David Baltzer | www.bildbuehne.de
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  • Für Menschen ab 11
Dauer 1 h 25 min
(keine Pause)
  • Uraufführung: 17.05.2017

Alle außer das Einhorn

Explosives Drama über Cyber-Mobbing im Klassenchat
von Kirsten Fuchs
  • Julius nennen alle in der Klasse nur Schlappi. Aber die schlimmsten Sachen schreiben sie in den Klassenchat. Vor allem Fever, die hält sich für die Kingkongkönigin der Schule und postet Gemeinheiten am laufenden Band. Und weil Netti Julius einmal in Schutz genommen hat, ist sie jetzt an der Reihe. Innerhalb von Sekunden verbreiten sich Lügen, Demütigungen und Hasskommentare über sie im Netz. Sogar von Leuten, die sie gar nicht kennt. Hätte sie bloß die Klappe gehalten! Oder hätte sie jemanden um Hilfe bitten sollen? Ihre Eltern vielleicht, die Lehrerin oder etwa den Busfahrer?
    Am Beispiel eines Klassenchats bringt Autorin Kirsten Fuchs die digitalen Verhältnisse zum Tanzen. Mit Witz und Tempo beschreibt sie Verlockungen, Gefahren aber auch Chancen sozialer Netzwerke.

    Seitdem Kirsten Fuchs 2003 den »Open Mike« gewann, prägt sie mit ihrem eigenwilligen Sound die deutschsprachige Literaturszene. Für ihren Roman »Mädchenmeute« erhielt sie zuletzt den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016. Mit »Alle außer das Einhorn« veröffentlicht sie nun nach »Tag Hicks oder fliegen für vier« ihr zweites Theaterstück fürs GRIPS.

    Nach Engagements als Schauspieler gab Robert Neumann 2010 mit »Big Deal?« von David S. Craig sein erfolgreiches Regie-Debut am GRIPS Theater. Seitdem inszeniert er am Thalia Theater Halle, am Hans Otto Theater Potsdam, am Schauspiel Stuttgart, am Düsseldorfer Schauspielhaus und regelmäßig am GRIPS, dort zuletzt die Uraufführung »Kriegerin« nach dem Film von David Wnendt in der Bearbeitung von Tina Müller.
  • Termine

    Jan Mo, 22.01.2018, 18.00 Uhr
    ausverkauft
     
    Di, 23.01.2018, 10.00 Uhr  
    Mär Mo, 12.03.2018, 18.00 Uhr  
    Di, 13.03.2018, 10.00 Uhr
    ausverkauft
     
    Mi, 14.03.2018, 10.00 Uhr
    ausverkauft
     
    Apr Mi, 11.04.2018, 10.00 Uhr  
    Do, 12.04.2018, 10.00 Uhr  
    Fr, 13.04.2018, 10.00 Uhr  
    Sa, 14.04.2018, 18.00 Uhr  
    Mi, 25.04.2018, 10.00 Uhr  
    Do, 26.04.2018, 10.00 Uhr  
    Mai So, 06.05.2018, 18.00 Uhr  
    Mo, 07.05.2018, 10.00 Uhr  
    Di, 08.05.2018, 10.00 Uhr  
    Mi, 09.05.2018, 10.00 Uhr  
    Sa, 26.05.2018, 18.00 Uhr  
    Mo, 28.05.2018, 10.00 Uhr  
    Di, 29.05.2018, 10.00 Uhr  
    Mi, 30.05.2018, 10.00 Uhr  
  • Alle ausser das Einhorn

  • Besetzung

    Mutter, Lehrerin, Tade Regine Seidler
    Vater, Busfahrer, Tade René Schubert
    Bühne und Kostüme Georg Burger
    Choreografie Nadja Raszewski
    Dramaturgie Ute Volknant
    Theaterpädagogik Nora Hoch
  • Mit freundlicher Unterstützung von

  • Pressestimmen

    • Berliner Zeitung, Cornelia Geißler, 17.05.2017

      Die Inszenierung hält während anderthalb Stunden die Konzentration hoch durch überraschende Momente, den Wechsel zwischen Zweier- und Gruppenszenen, mit Gespräch und Prügelei sowie den Einsatz der Leuchtwand. Einige Sätze wirken noch lange nach. Mit ihnen kann man raus ins wirkliche Leben.

    • TAZ Berlin, Julika Bickel, 19.05.2017

      Die Autorin Kirsten Fuchs und der Regisseur Robert Neumann haben den Mut, die Situation richtig eskalieren zu lassen. Lügen und Hasskommentare verbreiten sich über Netti bei WhatsApp, Snapchat und Instagram. [...] Den Theatermachern gelingt es, nicht zu belehren. Die sozialen Netzwerke verteufeln sie nicht, sondern zeigen sowohl ihre Risiken als auch Chancen auf. „Gegen das Internet sein ist wie gegen Städte sein“, rappen die Schauspieler. Stark wird das Stück vor allem durch seine ambivalenten Figuren.

    • Frankfurter Allgemeine Zeitung - Feuilleton, Irene Bazinger, 20.05.17

      [...] Kirsten Fuchs schildert das flott und treffend, überzeugend in den Charakteren und im Ton. Robert Neumann findet für seine Inszenierung klug gebaute Bilder. [...] „Sag nein/ Say no“ rufen am Schluss alle zusammen und geben dem Zielgruppenpublikum eine ernst gemeinte Botschaft mit – ganz wie es sich im Grips-Theater gehört, das als Mutmachtheater legendär wurde.

    • Der Tagesspiegel, N.N., 20.05.17

      [...] Es ist ein großartiges Stück in ebenso guter Regie. Nicht nur stößt „Alle außer das Einhorn“ wichtige Fragen über den Umgang mit sozialen und asozialen Medien an. Sondern es geht hier auch, ganz im Grips-Geiste, um Mut und Solidarität.

    • Berliner Morgenpost, Matthias Nöther, 21.05.17

      Das Grips Theater überzeugt mit einem Drama über Cybermobbing [...] Die Abhängigkeiten, Wünsche und Verletzlichkeiten werden hier gegen pauschales Internet-Bashing in Stellung gebracht: Sie, nicht das Digitale an sich, sind der Nährboden für das Cybermobbing. Kirsten Fuchs und Regisseur Robert Neumann allerdings verbieten sich das Psychologisieren. [...] Die eigentliche Bedrohung allerdings ist, so das Fazit, nicht "das Internet", sondern die mal gedankenlose, mal mutwillige Zerstörung sozialer Beziehungen. Dazu nämlich bedarf es heute nur weniger Worte oder Bilder. Alle können sie sehen.

  • Materialien

    • Materialheft Alle außer das Einhorn [PDF-Datei - 2.4 MB]
      Zu vielen Stücken des Spielplans bieten wir zusätzlich zum klassischen Programmheft ausführliches Begleitmaterial an, um den Theaterbesuch vorzubereiten beziehungsweise zu vertiefen.

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