Sa | 25. Feb – 19.30 Uhr GRIPS Podewil
Ab 16 Jahren

Rom*nja City – Stadt freier Menschen

Eine Produktion des Rom*nja Power Theaterkollektivs in Kooperation mit dem Romanosvato Theaterverein Wien und dem Rroma Aether Klub Theater. Präsentation im Rahmen der Veranstaltungsreihe *Niemand sieht mich* auf Deutsch, Englisch und Romanes.

16 €, ermäßigt 9 €
Empfohlen für Klasse 10

Dauer: 1:10 h ohne Pause

Auf der Suche nach einer möglichen Welt

Bei diesem Stück wird Stroboskoplicht verwendet. Dieses kann bei Personen mit fotosensibler Epilepsie Anfälle hervorrufen.

Rom*nja Power erzählt die wahre Geschichte von Rita Prigmore und ihrer Zwillingschwester Rolanda, an denen die Nazis in den 1940er Jahren medizinische Experimente zur Entwicklung von sogenannten »Herrenmenschen« gemacht haben. Sie erzählt auch die Geschichte der Rom*nja auf dem Weg zur ihrer Befreiung.

Das Rom*nja Power Theater 
Mit seiner Gründung 2017 konzentriert sich das junge Artlabel Rom*nja Power Theaterkollektiv auf das Sichtbarmachen von Rom*nja und Sinti*zzi Schauspieler*innen, Produktionen und Themen in der Film- und Theaterlandschaft. Der Austausch innerhalb der Community — generationsübergreifend und intersektional — steht im Fokus der Arbeit: Rom*nja und Sintizza Schauspielprofis geben ihr Wissen an jüngere Generationen weiter. 

Regie: Selimović

Autor*innen Al-Taher, Selimović

Produzent*in Weiß

Dramaturgie Gomez De Mello

Musik/Sound Magri, Awosusi-Onutor, Jovanović

Visuals Banitaba

Choreografie Mistele, Magri

Bühne/Kostüme von Wahl

Mit Marković, Weiß, E.Stan, N.Stan, Kurmann, Jugravu, Thiele-Dogán

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa - Spartenoffene Förderung, den Fonds Soziokultur und die Freudenbergstiftung

Ort GRIPS Podewil

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Eindrücke

Weitere Termine

  • Do | 23. Feb – 19.30 Uhr
    GRIPS Podewil
  • Sa | 25. Feb – 19.30 Uhr
    GRIPS Podewil
  • So | 26. Feb – 18.00 Uhr
    GRIPS Podewil

Pressestimmen

rbb 24, 10.11.21, Ute Büsing

Selbstermächtigungstheater gegen generationsübergreifende Traumata [...] Hinter diversen heruntergelassenen Vorhängen flüstert es im Chor: "Nieder mit dem Kulturkannibalismus! Wir selbst sind …
Selbstermächtigungstheater gegen generationsübergreifende Traumata [...] Hinter diversen heruntergelassenen Vorhängen flüstert es im Chor: "Nieder mit dem Kulturkannibalismus! Wir selbst sind der Schutz!" Damit ist der Bogen gespannt für eine gute Stunde Selbstermächtigungs-Theater eines sechsköpfigen Rom*nja-und Sinti*zzi-Ensembles mit viel Ausdruckstanz, Akkordeonbegleitung und ein paar Multi-Media-Einsprengseln. [...] Im Vordergrund stehen die Zwillingsschwestern Leila und Carmen, die von Nazi-Ärzten mit Experimenten zur "Rassenreinhaltung" malträtiert wurden. Die Mutter hatte die Alternative: Konzentrationslager Auschwitz oder Medizinversuch. Eigentlich sollten Sinti- und Roma-Frauen gar nicht schwanger werden, sondern sich sterilisieren lassen. Nur eines der beiden Mädchen überlebt die medizinischen Experimente. [...] Wie Sinti und Roma verfolgt und ermordet wurden, wird in "Rom*nja City" in harten Fakten ausgedrückt. Immer wieder geht es um die oktroyierte "Wahlfreiheit" zwischen Sterilisation und Auschwitz. Erinnert wird an die 500.000 weitgehend vergessenen während des Nationalsozialismus ermordeten Sinti. [...] Im Grips Podewil steht in der Regie von Rea Kurmann sowie Simonida und Sandra Selimovic ein echtes Kollektiv mit vielen Hinterfrauen und Hintermännern auf der Bühne, das spürt das Publikum. Gesprochen wird Deutsch, Englisch und Romani. Die transgenerationale Übertragung von Traumata wird sensibel umkreist, der Clash mit der weißen Mehrheitsgesellschaft umso heftiger inszeniert.
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