Volker Ludwig

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    Theaterberatung nach 48 Jahren hat sich Volker Ludwig als Leiter des GRIPS Theaters verabschiedt und gibt die Leitung ab der Spielzeit 2017/2018 in die Hände von Philipp Harpain. Volker Ludwig steht dem Theater künftig in beratender Funktion zur Seite.


    Leiter des GRIPS Theaters
    ist seit der Gründung des Hauses im Jahre 1969 Volker Ludwig. Seitdem ist er auch Hausautor des Theaters. Zur Spielzeit 2016/2017 legte er die Künstlerische Leitung in die Hände svon Philipp Harpain. Seitdem steht Volker Ludwig dem Haus weiterhin als Geschäftsführer und als Autor zur Verfügung.

    VITA

    Bürgerlicher Name Eckart Hachfeld, geboren am 13.6.1937 als Sohn des Schriftstellers Dr. Eckart Hachfeld in Ludwigshafen, aufgewachsen in Thüringen, seit 1952 in West-Berlin.

    1957 Abitur, neun Semester Studium (Germanistik und Kunstgeschichte) in Berlin und München, daneben Veröffentlichungen von Kurzgeschichten und Satiren, sowie Chansons und Sketche für Funk und Kabaretts („Stachelschweine“, „die bedienten“, Studentenkabarett).
    seit 1962 freier Schriftsteller. Texte für die Fernsehserie „Hallo Nachbarn“ und zahlreiche Fernseh-Shows sowie Kabaretts („Bügelbrett“, „Wühlmäuse“, „Kom(m)ödchen“, Wolfgang Neuss u.a.)
    1965 Gründung des „Reichskabarett Berlin“, Haupttexter von acht Programmen bis 1971;
    1966 Gründung des „Theater für Kinder im Reichskabarett“,
    seit 1972 GRIPS Theater genannt, dessen Leiter bis heute. Seitdem ist er auch Hausautor des Theaters. Daneben weiter Kabarett („Scheibenwischer“, „Lach- und Schießgesellschaft“ u.a.) und Songs für die Fernsehserien „Sesamstraße“ und „Rappelkiste“.

    Die Theaterstücke Volker Ludwigs wurden bisher rund 1500 mal in 47 Ländern und über 40 Sprachen nachinszeniert und circa 40 mal vom Fernsehen aufgezeichnet. Die Kinderlieder erschienen in mehr als 500 Anthologien, Lieder- und Schulbüchern und auf circa 40 Schallplatten.

    WERKVERZEICHNIS

    Kinderstücke

    1968 Die Reise nach Pitschepatsch
    (mit Rainer Hachfeld)

    1969 Stokkerlok und Millipilli
    (mit Rainer Hachfeld)
    Brüder-Grimm-Preis

    1969 Maximilian Pfeiferling
    (mit Carsten Krüger)

    1971 Balle, Malle, Hupe und Artur
    (mit einem Kollektiv)
    Brüder-Grimm-Preis

    1971 Trummi kaputt

    1972 Mannomann!
    (mit Reiner Lücker)

    1973 Doof bleibt doof
    (mit Reiner Lücker und Uli Gressieker)

    1973 Ein Fest bei Papadakis
    (mit Christian Sorge)

    1974 Nashörner schiessen nicht
    (mit Jörg Friedrich)

    1977 Vatermutterkind
    (mit Reiner Lücker)

    1978 Max und Milli

    1980 Heile heile Segen
    (mit Christian Veit)

    1982 Dicke Luft
    (mit Reiner Lücker)

    1983 Der Spinner
    (mit Henning Spangenberg)

    1990 Himmel Erde Luft und Meer

    1995 Bella, Boss und Bulli

    2002 Kannst du pfeifen, Johanna?

    2002 Julius und die Geister

    2011 Pünktchen trifft Anton (nach Erich Kästner)

    2014 Schnubbel

    2015 Ein Fest bei Baba Dengiz (nach „Ein Fest bei Papadakis”)

    Jugendstücke

    1975 Das hältste ja im Kopf nicht aus
    (mit Detlef Michel)
    Brüder-Grimm-Preis / Einladung zum Berliner Theatertreffen 1976

    1978 Die schönste Zeit im Leben
    (mit Detlef Michel)

    1981 Alles Plastik
    (mit Detlef Michel)

    1990 Auf der Mauer auf der Lauer
    (mit Reiner Lücker)

    1994 Die Moskitos sind da

    2000 Melodys Ring

    Stücke für Erwachsene

    1980 Eine linke Geschichte
    (mit Detlef Michel)

    1986 Linie 1
    Eine musikalische Revue
    (Musik: Birger Heymann)
    Mülheimer Dramatiker-Preis 1987 / Verfilmung von Reinhard Hauf

    1987 Goldelse, satirische Oper
    (Musik: Karl-Heinz Wahren)

    1989 Ab heute heißt du Sara
    (mit Detlef Michel, Musik: Hans-Georg Koch)

    1997 Café Mitte
    (Musik: Stanley Walden)

    2003 Baden gehn
    (mit Franziska Steiof,
    Musik: Bettina Koch / Thomas Stiehler, George Kranz, Thomas Zaufke)

    2006 Schöne Neue Welt
    (Musik: Achim Gieseler)

    2008 Rosa
    (mit Franziska Steiof,
    Musik: Thomas Zaufke)

    2009 Linie 2 - Der Alptraum
    (mit Rüdiger Wandel,
    Musik: Birger Heymann und viele andere)

    Die Stücke Volker Ludwigs wurden bisher über 1.500 Mal in 43 Sprachen nachinszeniert.

    Übersetzungen

    1964 Ticks für Sechs
    von Steven Vinaver

    1971 Die Songs von Pinkville
    von George Tabori

    1980 Stärker als Superman
    von Roy Kift

    1987 Der Messias
    von Barlow / Kelly / Hough
    (mit Ulrike Hofmann)

    1994 Wahrlich, ich sage euch
    von Patrick Barlow

    1997 Indian Curry - drei Einakter
    von Chandrashekhar Phansalkar

    EHRUNGEN
    Preise und Auszeichnungen

    1969, 1971 und 1975 BRÜDER-GRIMM-Preis des Landes Berlin
    1979 Wahl in das P.E.N.-Zentrum Bundesrepublik Deutschland
    1982 Deutscher Kritiker-Preis
    1987 Mülheimer Dramatiker-Preis
    1989 Bolten-Baeckers-Preis der GEMA
    1994 Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte
    1995 Silbernes Blatt der Dramatiker-Union
    1996 Ehrenpräsidentenpreis der Internationalen ASSITEJ
    1999 Preis des ITI zum Welttheatertag
    2000 Bundesverdienstkreuz
    2001 2001 Vize-Präsident des Internationalen Theater-Instituts in Deutschland (bis 2006)
    2003 ASSITEJ Preis 2003
    2004 Jan Dorman Preis der polnischen ASSITEJ
    2007 Verdienstorden des Landes Berlin
    2008 Deutscher Theaterpreis DER FAUST
    2012 Ehrenpreis für sein Lebenswerk als Kulturmanager (Kulturmarken-Award)
    2013 Ehrenpreis Inspiration (Deutscher Schauspielerpreis)
    2015 Alice Salomon Poetik Preis