GRIPS Theater_Dschabber_Nina Reithmeier, Patrik Cieslik © David Baltzer | www.bildbuehne.de
GRIPS Theater_Dschabber_Nina Reithmeier, Patrik Cieslik © David Baltzer | www.bildbuehne.de
  • Für Menschen ab 13
  • Spielort
  • GRIPS Hansaplatz
  • Altonaer Straße 22, 10557 Berlin-Tiergarten
    U-Bhf. Hansaplatz (U9)
  • Karten 14.00 €, 9.00 € ermäßigt, 5.50 € TdS?

    Theater der Schulen
    (nur Berliner Schulen)

Dauer 1 h 20 min
(keine Pause)
  • Premiere: 08.11.2018

Dschabber

Europäische Erstaufführung
von Marcus Youssef
deutsche Übersetzung von Bastian Häfner
  • „Kennt ihr das, wenn man den Blick von jemandem auffängt, nur ganz kurz, und man sieht genau, was in ihren Köpfen vorgeht? „Boah, was soll das Kopftuch? Bestimmt muss sie das tragen. Ist das ne Terroristin? Bestimmt ist die voll still und schüchtern“.

    Die 16-jährige Fatima lebt seit drei Jahren in Deutschland und hat sich bewusst für den Hidschãb entschieden. Fatima ist weder still noch schüchtern, vor allem nicht, wenn sie mit ihren Freundinnen, den „Dschabber“, zusammen ist. Ernsthafte Probleme ergeben sich erst, nachdem ihre Eltern sie wegen eines anti-muslimischen Graffitis die Schule wechseln lassen. Hier muss sich Fatima mit ihrem neuen Mitschüler Jonas herumschlagen, der aufgrund seines unberechenbaren Verhaltens Dauergast beim Vertrauenslehrer Müller ist. Jonas geht Fatima mit seiner Mischung aus Überheblichkeit und Hartnäckigkeit zunächst auf den Geist und sie kontert seine provozierenden Sprüche. Doch bald merken beide, dass da etwas zwischen ihnen ist, was sie zu verbinden scheint.

    Der kanadische Autor Marcus Youssef erzählt mit »Dschabber« unaufgeregt und zugleich einfühlsam von zwei Jugendlichen, deren kulturelle Unterschiede groß sind, aber für beide überbrückbar scheinen. Ob das auch gegen alle äußeren Widerstände gelingt, begegnet Youssef mit Hoffnung auf der einen, und schonungsloser Ehrlichkeit auf der anderen Seite.
  • Gewählter Termin

    Jan Mo, 07.01.2019, 18.00 Uhr

    GRIPS Hansaplatz

    Altonaer Straße 22, 10557 Berlin-Tiergarten
    U-Bhf. Hansaplatz (U9)

    Dschabber

     
       
    mit anschließendem Publikumsgespräch mit ufuq.de
     

    Weitere Termine

    Jan Di, 08.01.2019, 11.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Fr, 25.01.2019, 18.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
    mit anschließendem Publikumsgespräch mit ufuq.de
     
    Sa, 26.01.2019, 19.30 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Mo, 28.01.2019, 11.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Feb Di, 26.02.2019, 11.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Mi, 27.02.2019, 11.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Apr Di, 09.04.2019, 11.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Mi, 10.04.2019, 11.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Mai Mo, 06.05.2019, 18.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Di, 07.05.2019, 11.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Sa, 25.05.2019, 19.30 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Mo, 27.05.2019, 18.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
    mit anschließendem Publikumsgespräch mit ufuq.de
     
    Di, 28.05.2019, 11.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
    Mi, 29.05.2019, 11.00 Uhr
    GRIPS Hansaplatz
     
  • Dschabber

  • Besetzung

    Mit
    Jonas, ein Mädchen Patrik Cieslik
    Herr Müller, Melissa Marius Lamprecht
    Musiker Thilo Brandt
    Komposition & Sounddesign Matthias Schubert
    Bühne und Kostüme Christin Treunert
    Dramaturgie Tobias Diekmann
    Theaterpädagogik David Vogel
  • Förderer

    Botschaft von Kanada
  • Kooperationspartner

    Ufuq
  • Pressestimmen

    • Der Tagesspiegel, Patrick Wildermann, 12.11.2018

      Die größte Qualität von Youssefs Stück ist die Unaufgeregtheit, mit der eine ziemlich geradlinige Boy-meets-Girl-Geschichte unterm Hidschab erzählt wird. [...] Dschabber" erklärt nicht zu viel und nicht zu wenig. Denkanstöße fürs Gespräch danach gibt es genügend.

    • Berliner Morgenpost, Georg Kasch, 12.11.2018

      Der Abend passt hervorragend ins Grips-Programm. Wegen des Themas, das einmal mehr dem jugendlichen Publikum Perspektivwechsel ermöglicht. Aber auch wegen der Form, die immer wieder klarmacht, dass wir im Theater sind, und Schauspieler Rollen spielen. [...] Regisseur Jochen Strauch setzt ganz auf seine Schauspieler, auf ein hohes Energieniveau und einfachste Mittel – aus den Stühlen bauen Reithmeier und Cieslik die Stufen am Kanal, Rollen liegen oft nur einen Pulloverwechsel voneinander entfernt.“ [...] „Dschabber ist sicher auch ein Beitrag zur #MeTwo-Diskussion über Alltagsrassismus, vor allem aber ein typisches Jugendstück mit Identifikationsangeboten und einem offenen Ende, über das sich trefflich diskutieren lässt. [...] Damit bleibt das Grips in seiner Jubiläumsspielzeit – 50 Jahre wird das Haus – nah dran an Themen, über die geredet werden muss, ohne zu belehren.“

    • Digga Alex Berlin , 13.11.2018

      „Unmittelbar, unaufgeregt, einfach drauf los und mitten rein, dabei gleichzeitig immer mitfühlend – so wie Integration im besten Falle laufen sollte. [...] Das Stück möchte Augen öffnen, mit Vorurteilen bzw. Klischees brechen und ein Bild des gemeinsamen Miteinanders zeichnen. [...] Das Stück ist für Jugendliche ab 14 Jahren konzipiert und genau dem wird es auch voll gerecht, ohne dabei flach oder anspruchslos zu sein.
      Es ist ein hochmodernes Stück über Migration, Integration, Freundschaft, Liebe und allem dazwischen.
      Man spürt den Spaß, den das Ensemble beim Spielen hat förmlich und diese Begeisterung und Energie überträgt sich schnell aufs ganze Publikum.

    • Junge Welt , Maximillian Schäfer, 23.11.2018

      Für Menschen ab 13 Jahren hat Grips-Regisseur Jochen Strauch die interkulturelle Lovestory des Kanadiers Marcus Youssef inszeniert: beschwingt, für Jugendliche in jedem Moment nachvollziehbar und am Puls der Zeit. Dafür stehen neben Soundschnipseln auch hervorragend gespielte Live-Perkussionen. [...] Was dem Grips-Theater gut gelingt, ist die Agenda zum Abbau von Vorurteilen. Nicht alle Muslime sind gleich, aber auch nicht alle »Kartoffeln« sind gleich. Kinder, hört euch zu, schaut euch an, vorverurteilt euch nicht, und liebt euch, wenn ihr wollt. Im Stück klappt das alles ganz gut. In einer Gesellschaft wie der unsrigen solche Alternativen aufzuzeigen, ist notwendig.

    • Zitty, Friedhelm Teicke, 23.11.2018

      Angenehm unaufgeregt und wie nebenbei behandelt Marcus Youssef in seinem Stück das umstrittene Tuch. Der Hidschab spielt durchaus eine wichtige Rolle, aber nicht als Politikum. Im Zentrum steht die zögerliche Liebesgeschichte zweier ungleicher Teenager, deren emotionale Gratwanderungen Nina Reithmeier und Patrik Cieslik überzeugend nuanciert darzustellen wissen. [...] Die effektive Bühne (Christin Treunert) ist vor allem eine nackte Betonwand, auf die die Internet-Chats der beiden projiziert werden. Szenisch verlässt sich Jochen Strauchs Inszenierung, von Thilo Brandt am Schlagzeug rhythmisch grundiert, zu Recht ganz auf seine souveränen Darsteller. Ein starkes Stück für Menschen ab 13 Jahren.

  • Materialien

    • Materialien Dschabber [PDF-Datei - 2.4 MB]
      Zu vielen Stücken des Spielplans bieten wir zusätzlich zum klassischen Programmheft ausführliches Begleitmaterial an, um den Theaterbesuch vorzubereiten beziehungsweise zu vertiefen.

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