Katja Hiller und Paul Jumin Hoffmann in Aussetzer © David Baltzer | www.bildbuehne.de
Katja Hiller und Paul Jumin Hoffmann in Aussetzer © David Baltzer | www.bildbuehne.de
  • Für Menschen ab 14
Dauer 1 h 10 min
(keine Pause)
  • : 06.06.2013

Aussetzer

von Lutz Hübner | Mitarbeit Sarah Nemitz
  • Chris' Hauptschulabschluss steht auf der Kippe. Er will seine neue Lehrerin unter Druck setzen, die Situation eskaliert, es kommt zur Gewalt. Statt zur Polizei zu gehen, entschließt sich die Lehrerin nachzuforschen: Was ist los mit Chris? Was steckt hinter dieser Tat? Ein gefährlicher Balanceakt beginnt, eine Begegnung zwischen Opfer und Täter mit überraschenden Wendungen, Abstürzen und Höhenflügen. Ein Stück über Gewalt und Aggression im System Schule.
  • Besetzung

    Julika Stöhr Katja Hiller
    Christopher Neumann
    Bühne und Kostüme Ulv Jakobsen
    Dramaturgie Stefan Fischer-Fels
    Theaterpädagogik Susanne Rieber
  • Auszeichnungen

    Nominiert für den IKARUS 2014 Mehr zum IKARUS-Preis
    Eingeladen zur 7th International ASSITEJ Biennial of Theatre for Children and Youth in Kaposvár im Mai 2014
  • Pressestimmen

    • Der Tagesspiegel, Patrick Wildermann, 10.06.2013

      Regisseur Yüksel Yolcu, der am Grips zuvor unter anderem „Haram“ und „Ohne Moos nix los“ inszeniert hat, bringt „Aussetzer“ konzentriert und kraftvoll auf die Bühne. ... Paul Jumin Hoffmann, noch jung im Grips-Ensemble bewältigt diesen durchaus nicht leichten Part phänomenal. Spielt ohne Aufgesetztheiten einen rotzigen Heranwachsenden, der Opfer und Täter zugleich ist, der auch Unsympath sein darf in seinem blinden Hang zum Rundumschlag.
      Genauso toll ist Katja Hiller als hilflos überforderte Lehrerin Julika Stöhr, die tagtäglich in leere Gesichter blickt und dennoch um einen Rest Idealismus ringt - mit tragischen Konsequenzen. Furios die Szene, in der sich Julika angetrunken zum hämmernden „Augen auf!“ der Band Oomph! den Frust aus dem Leib tanzt.

    • Berliner Morgenpost, Georg Kasch, 08.06.2013

      Wenn Chris einmal vom Boxsack ersetzt wird, ist das eines von wenigen, aber starken Bildern, mit denen Regisseur Yüksel Yolcu geradlinig und eindrücklich die kluge Stückdramaturgie umsetzt. Sie zeigt, was passiert, wenn zwei aus dem festgefügten Schulsystem auszubrechen versuchen und sich einander nur bedingt vertrauen. Einmal glaubt Chris, dass die Lehrerin ihn verraten hat. In seiner Wut räumt er seinen Boxsack aus, lauter Stofffetzen sind darin, unter denen er sich begräbt. Seine Zukunft besteht nur noch aus Bruchstücken. Nichts ist einfach in diesem Stück, erst recht nicht der Schluss. Dennoch dürfte „Aussetzer“ nach „Frau Müller muss weg“ zu einem weiteren Hübner-Dauerbrenner am Grips werden – Diskussionsstoff steckt hier auch für alle jenseits der Zielgruppe ab 14.

  • Materialien

    • Aussetzer [PDF-Datei - 1.8 MB]
      Zu vielen Stücken des Spielplans bieten wir zusätzlich zum klassischen Programmheft ausführliches Begleitmaterial an, um den Theaterbesuch vorzubereiten beziehungsweise zu vertiefen.
  • Aufführungsrechte

    Hartmann & Stauffacher Verlag