Roland Wolf, Thomas Keller, Alessa Kordeck, Michael Brandt, Katja Hiller © David Baltzer | www.bildbuehne.de
Roland Wolf, Thomas Keller, Alessa Kordeck, Michael Brandt, Katja Hiller © David Baltzer | www.bildbuehne.de
  • Für Menschen ab 5
Dauer 1 h 10 min
(keine Pause)
  • Uraufführung: 23.09.2012

Leon und Leonie

Theaterstück über die Lust auf Schule
von Thilo Reffert
  • Leon und Leonie sind Zwillinge. Leon hat Angst, aber er darf schon zur Schule, Leonie dagegen hat Lust, aber darf nicht. Sie ist noch nicht so weit, sagen die Erwachsenen. Leonie will unbedingt ein Schulkind sein, sie verkleidet sich kurzerhand als ihr Bruder und geht heimlich an seiner Stelle in die Schule. Was dort für große Verwirrung sorgt: Ob beim Malen, bei der Gummihopse, mit Freunden beim Fußball oder in der „mündlichen Mitarbeit“ - Leonie ist einfach anders als Leon! Wie können die Zwillinge das Chaos lösen? Und wann wird Leonie endlich ein „Schulkind“?

    Lebendig, witzig und treffend erzählt der Autor vom Drama der Trennung zweier unzertrennlicher Geschwister und davon, dass Schule Spaß machen kann! Und wie!

    Der in Berlin lebende Autor Thilo Reffert hat mit seinem Kinderstück „Leon und Leonie“ den „berliner kindertheaterpreis 2011“ gewonnen. Das Votum der Jury war einstimmig: Es ist das ausgeprägte dramatische Talent Thilo Refferts, das die Jury rund um den Schauspieler Axel Prahl überzeugte. „Ein Buch schreiben kann jeder, aber ein Theaterstück, das verlangt seltene Talente und Handwerksfähigkeit, was sich bei einem Theaterstück für Kinder nochmal steigert“, so Laudator und Jurymitglied Rüdiger Schaper. Thilo Refferts Stück „Leon und Leonie“ zeichnet sich durch „lebendige, offene, witzige und treffende Dialoge mit sehr gut funktionierenden Pointen“ aus, sowie einer überzeugenden Figurenzeichnung und einem souveränen Spiel mit dem Publikum.

  • Besetzung

    Leon
    Frau Demand Katja Hiller
    Mutter und Vater Roland Wolf
    Kostüme Eva Krämer
    Dramaturgie Nora Hoch
  • berliner kindertheaterpreis 2011

    Autorenwettbewerb von GRIPS und GASAG GASAG
  • Pressestimmen

    • Neues Deutschland, Anouk Meyer, 14.11.2012

      Rollentypisches Verhalten, die Angst, in der Schule nicht mitzukommen oder keine Freunde zu finden und die gesunde Abgrenzung zwischen Geschwistern stellt Thilo Reffert ebenso kurz und knackig dar wie die Probleme der zwischen Beruf und Erziehung aufgeriebenen Eltern, großartig gespielt von Roland Wolf in einer Doppelrolle. Hauptsächlich wollte der Autor aber ein Stück schreiben, dass Lust macht auf Schule. Und das tut es: Wie sich Leonie selbstbewusst und schlau ihren Platz in der Klasse erkämpft, steht ganz in der Tradition der Grips- Protagonisten, die ja auch sonst nicht alles hinnehmen, was ihnen die Erwachsenen vorsetzen.

    • Berliner Lehrerzeitung, Hans-Wolfgang Nickel, 11/2012

      „Leon und Leonie“ im GRIPS Theater ist sicherlich auch ein Stück – wie es im Untertitel heißt – „über die Lust auf Schule“ und den spannenden Übergang von der Kita in die erste Klasse. Mehr noch aber ist es ein Stück über Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen, über den Mut, einen eigenen Weg zu gehen, die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erproben, sich aus dem Gewohnten heraus in fremde Wirklichkeiten zu begeben. Mit der Gefahr, dabei auch Fehler zu machen – und fähig und bereit zu sein, sie wieder zu reparieren ... ein spannend-theatraler Spaß, optimal für End-Kita-Kinder (ab fünf!) wie für erste und zweite Klassen: die einen können Schwierigkeiten und Aufgeregtheiten noch einmal nacherleben, die anderen einen Lust und Mut machenden Blick in die Zukunft werfen.

    • Berliner Morgenpost, Elena Philipp, 11.10.2012

      Regisseur Jörg Schwahlen und das Grips-Ensemble erwecken die Verwechslungskomödie mit enormer Kreativität und Spielfreude zum Bühnenleben. Die Figuren gewinnen deutliche Kontur, etwa der Vater, der keinen Satz zu Ende spricht, aber Leonie dafür tadelt, sich nur unvollständig mitzuteilen. Katja Hiller spielt die resolute Klassenlehrerin mit ebenso viel Witz und Wärme wie das Pausenhofmädchen Marie mit der riesigen grünen Haarschleife, das Leon mit begeistertem "hihi" beim Fußballjubel anhimmelt.

    • Der Tagesspiegel, Linda Rohrer (Kinderreporterin), 11.10.2012

      Es macht richtig doll Spaß zuzusehen, es passieren nämlich immer wieder neue und lustige Sachen, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat. Der Vater spielt gleichzeitig die Mutter und sieht sehr lustig aus. Die Lehrerin ist auch klasse! Sie ist mal ein Mädchen, das mit Leonie spielt und oft so niedlich lächelt, dann ist sie die strenge Lehrerin. Oft habe ich mich gefragt: Wie schaffen es Erwachsene, so kindlich zu spielen?

    • Spiegel Online, Markus Deggerich, 27.09.2012

      Regisseur Jörg Schwahlen hat das Stück mit viel Gefühl für die richtigen Tempowechsel, Charaktere, gut gesetzten Pointen und liebevollen Details inszeniert. Auf der Bühne wechseln Leon und Leonie zwischen Zuhause und Schule genauso wie zwischen ihren widerstreitenden Gefühlen. Und Mia wechselte in der ersten Reihe mit: Beim Schulhofstreit hielt sie sich die Ohren zu, sie schüttelte den Kopf über die Eltern (in famoser Doppelrolle als Vater und Mutter Roland Wolf), weil die gar nicht merken, dass sie selbst oft das größere Problem sind als die Kinder. Mia fieberte mit beim Krach zwischen Jungen und Mädchen und der Suche nach Freundschaft und lachte mit bei den vielen feinen Dialogen...

      Kinder vor der Einschulung jedenfalls sollte man nicht zum Amtsarzt schicken, sondern ins Grips-Theater.

    • Die Deutsche Bühne, Ulrike Lehmann, 26.09.2012

      Dass die Uraufführung am Berliner GRIPS ein Erfolg werden würde, war bei dieser Textvorlage absehbar. Dass jedoch solch ein Kleinod entstand, ist der Regie von Jörg Schwahlen zu danken, ein fließendes Miteinander von zwei Musikern (Michael Brandt und Thomas Keller) und fünf Schauspielern, die sich zu Stückbeginn erst einmal um die Rollenverteilung streiten und später nie ganz aus der Szene aussteigen, sondern kommentieren, beobachten, auf Nachfrage wieder ins Geschehen springen.

    • Der Tagesspiegel, Patrick Wildermann, 25.09.2012

      Eine schöne Ausgangslage, die der Berliner Autor Thilo Reffert sich ausgedacht hat. Das ABC-Schützenfest für Menschen ab fünf ist verdientermaßen mit dem „Berliner Kindertheaterpreis 2011“ ausgezeichnet geworden, den das Grips Theater in Verbindung mit einer Uraufführungsgarantie vergibt. Die Schule mal als Sehnsuchtsort gezeichnet zu bekommen, nicht als problembeladene Vorhölle voll prügelwütiger Migrantenkids, das ist gerade in Berlin erfrischend.

  • Materialien

    • Leon und Leonie [PDF-Datei - 3 MB]
      Zu vielen Stücken des Spielplans bieten wir zusätzlich zum klassischen Programmheft ausführliches Begleitmaterial an, um den Theaterbesuch vorzubereiten beziehungsweise zu vertiefen.
  • Aufführungsrechte

    Merlin Theater Verlag