Stellungnahme von Philipp Harpain zu den Kinderrechten ins Grundgesetz

Kindeswohl hat Vorrang!

Das GRIPS Theater begrüßt, dass sich SPD und Union auf die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz geeinigt haben. So rückt dieses Ziel ein großes Stück näher. Die vorgebrachte Formulierung bringt den Kindeswohlvorrang und das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung jedoch noch nicht deutlich genug zum Ausdruck.
Die Aufnahme ins Grundgesetz sollte von der Formulierung in keinem Fall hinter der UN-Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen zurückbleiben.

"Art. 3 der UN-Kinderrechtskonvention Wohl des Kindes
(1) Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist."

Es sollten dringend Formulierungen gefunden werden, die die Gesetzgebung und Rechtsprechung im besten Sinne der Interessen der Kinder nachhaltig beeinflussen, und damit die Lebenssituation der Kinder vor Ort konkret positiv verändern.

Wir wollen die vollständigen Kinderrechte ins Grundgesetz!

Philipp Harpain, Theaterleitung

#alleKINDER