Christian Veit †
Persönliches
Geboren 1935 in Leipzig. Nach Schulabschluß 5-jährige Ausbildung zum Kunstbuchbinder. Zeichenunterricht bei Prof. Hans Friedrich.
Von 1957 bis 1959 als Schauspieler Mitglied der Leipziger Spielgemeinde.
1959 Übersiedlung nach München.
1960 - 1963 Studium an der Neuen Münchener Schauspielschule.
1963 - 1965 Schauspieler am Tübinger Zimmertheater.
In dieser Zeit, neben umfänglichen Rollen, Entwurf und Ausführung von zahlreichen Bühnenbildern und erste eigene Ausstellung von Grafik und Malerei.
Von 1965 - 1967 Schauspieler in Wien (Theater Courage, Theater der Jugend, Volkstheater). Gründung der Thespis-Bühne mit Spyros A. Evengelatos.
Ferner: Tourneetheater, Fernsehen und Film.
1968 Übersiedlung nach Berlin. Theater: Schaubühne. Kabarett: Wühlmäuse.
1970 Stipendiat am Nationaltheater Athen.
1971 - 1973 Mitarbeiter der Galerie Hammer Berlin.
Eigene Ausstellung: Grafik und Aquarelle.
Seit 1973 engagiert als Schauspieler am GRIPS Theater Berlin.
1995 Ausstellung in der GRIPS-Galerie: Tabletts - Kunst zum Benutzen (Einlegearbeiten aus Holz).
2001 endete das feste Engagement, aber als Gast war er weiterhin auf der Bühne des GRIPS Theaters zu sehen.
2011 Am 29.05.2011 verstarb Christian Veit nach kurzer Krankheit.
Nachruf
38 Jahre lang war Christian Veit als Schauspieler im GRIPS Theater tätig und prägte mit seinen Rollen von „Papadakis“ bis „Schlucki“ die Geschichte des Hauses mit. Nach seinem Ruhestand im Jahr 2001 war er weiterhin als Gast in „Linie 1“, „Ab heute heißt du Sara“ und „Eine linke Geschichte“ zu sehen.
Im Rahmen des 25-jährigen „Linie 1“-Jubiläumsfestes am 30. April 2011 wurde Christian Veit mit Standing Ovations gefeiert, neben Dietrich Lehmann war er seit der Uraufführung eine der legendären „Wilmersdorfer Witwen“.
Am 4. Mai 2011 spielte Christian Veit noch mit der ihm eigenen Leidenschaft und Präzision die 1500. Vorstellung von „Linie 1“. Es war seine letzte Vorstellung.
„Im GRIPS habe ich eine Heimat gefunden, das kann man ohne weiteres so sagen. Irgendwann merkt man, dass dieses Theater einen völlig ausfüllt, dass man ein Stück davon ist. Es sind dann auch etliche Jahre geworden! Was mich getragen hat, war, dass ich immer Stücke im GRIPS gespielt habe, zu denen ich Ja sagen konnte. Eine große Rolle in einem schlechten Stück vor einem desinteressierten Publikum zu spielen, das ist doch schrecklich! Dann lieber an etwas mitwirken, das offensichtlich zündet und funktioniert, so wie die 'Linie 1'.“
Christian Veit, 2001
Christian Veit spielte tragende Rollen in folgenden GRIPS-Stücken:
- in Ein Fest bei Papadakis
- in Das hältste ja im Kopf nicht aus
- in Wasser im Eimer
- in Die schönste Zeit im Leben
- in Eine linke Geschichte
- in Alles Plastik
- in Dicke Luft
- in Voll auf der Rolle
- in Linie 1
- in Ab heute heißt du Sara
- in Auf der Mauer auf der Lauer
- in Die Moskitos sind da
- in Bella, Boss und Bulli
- in Das Herz eines Boxers
- in Café Mitte
- in Kannst du pfeifen, Johanna?
- u.a.




